Stimmen zu ex@frau

„... mit Herz, Witz, Melancholie und Lebensfreude.“ (Melanie Gries, SWR-Kultur)

  
 „Am Ende des Romans hat man sich amüsiert und gewundert, hat nachgedacht, hinterfragt, beneidet, vielleicht geweint. Man fühlt sich um ein ganz anderes Leben klüger.“ 
(Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung)

 

 „... herrlich, wie Buschheuer über Konventionalgrenzen hinausschießt, wie mit einem Tischtennisball, der an einem knapp vorbeisaust, inkl. sinnlicher Analysen. Ich glaube, das Buch ist ein Knüller.“ – Wieland Speck

 

„Keine kann so schreiben wie du, das hat folgenden Grund: In deiner Kindheit bist du einmal in eine Glasscherbe getreten und die ist von deinen Zehen hochgewandert in dein Herz und von dort in dein Hirn und zurück. Das hat deinen Kreislauf durcheinandergebracht, und seitdem liebst du alle Menschen, große und kleine, dicke und grüne und übernatürliche. Besonders die zurückgebliebenen, von der Gesellschaft ausgestoßenen umarmst du so fest, dass sie sofort klüger und schöner werden.“  – Rosa von Praunheim

 

„Ein Buch über wahre Liebe, über eine Liebe jenseits der Konvention, jenseits des Patriarchalen, jenseits der Labels.“ – Bernhard Pörksen (Professor für Medienwissenschaft, Tübingen)

  

Beginnend mit einer fast trotzigen Selbstbehauptung als Lesbe werden im Verlaufe der knapp 300 Seiten alle Kategorien zusehends fluider. Eine ähnliche Entwicklung hat auch Autor*in Else Buschheuer selbst durchlaufen. […] Dieser schonungslose, schnelle und präzise Stil macht „Ex@Frau“ zu einer kurzweiligen Lektüre. Das gilt auch für die Kapitel, in denen Buschheuer das Verhältnis der Hauptfigur zu ihrer dementen Mutter Fannie beschreibt. […] „Ex@Frau“ ist ein Buch über das Flüssig- und Flüchtigwerden alter Gewissheiten, über den Mut, ins Ungewisse aufzubrechen. Mitten im Leben Gender und Sexualität neu auszuloten, sich dabei nicht zu ernst zu nehmen, auch mal zu stolpern und das Glück eines gelungenen Tangos oder einer Spankingsession zu genießen. Gegen Ende zieht Buschheuer das Tempo stark an, wodurch die Hauptfigur plötzlich unscharf wird. Die Lesenden können sich ihrer nicht mehr sicher sein – Fluidität für alle und alles.“ 
(Nadine Lange, Tagesspiegel )

 

"Die farbenprächtig zugespitzten Alltagszenen erzählen sich dabei zwischen hetero und queeren Tangowelten sowie der sich wandelnden Beziehung zur demenzkranken Mutter. Über 320 Seiten hinweg werden sie von einem Humor getragen, der so derb wie zärtlich ist.
Nicht zu viel verspricht das der Geschichte vorangestellte Zitat von Rosa von Praunheim, der noch feststellen durfte: "Keine kann so schreiben wie du". Kein Wunder, teilen sie doch das Talent für scharfsinnige, entblößende wie liebevolle und ermutigende Beobachtungen des eigenen Milieus. In "ex@frau" übersetzt sich das, indem Els Busch die Einzelteile der queeren Community entlarvt, wo jedes für sich nach vorn, zurück und manchmal auch auf der Stelle tritt – und zusammen immer wieder aneinandergerät. Jede Szene wird so zum Schritt eines wohlwollenden Auf-den-Schlips-Tretens und Herausforderns. Vielleicht ein bisschen wie im Tango, wie ich ihn durch den Roman lese ...  Zwischen hetero und queeren Tango lässt Busch aber auch ein neues Muster entstehen, das ohne feste Geschlechterrollen auskommt ...  Neben dem Tango, an dem Geschlechter und Begehrensformen in Els Buschs bunten Szenen anecken, spielt sich die Reise zur Nicht-Binarität auch in sozialen Beziehungen ab: in Freund*-innenschaften, in Familie – oder einfach: Gangs. Besonders deutlich im Verhältnis zwischen Protagonist*in und demenzkranker Mutter ...: Schließlich stellt sich über die Krankheit auch die Notwendigkeit eines stabilen Selbstkonzeptes infrage, und das Infragestellen wird zum Lebenskonzept. Zum täglichen Sich-neu-Erfinden und gegenseitigen Annehmen ... " (Luise Erbentraut, queer.de)