Yoko Tawada: Etüden im Schnee

Pressestimmen


Kurz und knackig

"...nicht zuletzt ist Etüden im Schnee, mit rauem Fell außen und frostigen Grafiken innen, auch gestalterisch ein Schatz." (kweens.de, 2015)

 

"„Etüden im Schnee“ ergänzt die leider selten bedienten Gattung der Geschichten von sprechenden Tieren um ein besonders originelles, humorvolles, letztlich auch elegisches Exemplar." (Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 30.Juni 2014)


"...Zuschreibungen von Fremdheit und Außenseitertum sind ein Thema in allen drei realitiv geschlossenen Teilen. Der entfremdende Blick auf unseren Alltag und die Ambivalent von Traum vs. Wirklichkeit bereiten dabei ebenso viel Lesefreude wie die liebevolle Zeichnung der Bärenfamilie. Und nicht zuletzt ist Etüden im Schnee, mit rauem Fell außen und frostigen Grafiken innen, auch gestalterisch ein Schatz." (kweens.de, 2015)


"Yoko Tawadas eigenwilliger Blick auf "die Dinge, die es wirklich gibt, und jene, die nicht existieren und doch für sie präsent sind", wie es in ihrem Roman "Etüden im Schnee" heißt, mag zunächst befremden. Wer sich jedoch auf die Lektüre einlässt, wird mit einer Fülle an zauberhaften Szenen und Bildern belohnt - mit einem modernen Märchen für Erwachsene." (Constanze Alvarez Stand, Bayern5, Interkulturelles Magazin, 09.05.2014)


"Das hört sich alles absurd an? Mag sein, doch kann ich versichern, dass ich absolut fasziniert von dieser Geschichte war, mich köstlich amüsiert habe und - wie immer bei der Lektüre von Yoko Tawada - voller Bewunderung für ihren kreativen Umgang mit Sprache bin.

 

Ich kann diesen Roman mit bestem Gewissen jeder/jedem empfehlen, der Spaß an subtilem Witz hat und offen ist für Genre überschreitende Literatur. Genauso kann ich es aber auch jedem, der gute Unterhaltung und eine witzige Sommerlektüre sucht, ans Herz legen. Lassen Sie sich einfach überraschen!" (Elvira Hanemann)


"Der Roman von Yoko Tawada wartet mit einem besonderen Leseerlebnis auf. Die vielfach preisgekrönte Autorin mit bislang 23 Büchern in Deutschland (zuletzt "Mein kleiner Zeh war ein Wort", Konkursbuch, 2013; hier nicht besprochen) lässt die Geschichte des im Dezember 2006 im Berliner Zoo geborenen Eisbären Knut, seiner Mutter Toska und seiner Großmutter lebendig werden, erzählt aus Sicht der Tiere, denen jeweils ein Teil des Romans gewidmet ist. Hierbei erschafft die in Berlin lebende Japanerin ein kunstvolles Geflecht verschiedener Erzählebenen, die leichtfüßig ineinander gleiten und die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, der Tier- und Menschenwelt, verwischen und den Leser in den Bann ziehen.

 

Mit seinen eingeflochtenen Anspielungen auf zeitgenössische politische oder gesellschaftliche Be- und Gegebenheiten, philosophischen Reflexionen sowie Mythen aus der Tier- und Ahnenverehrung, bietet der faszinierende Roman, der nah am wahren Leben der Eisbären orientiert ist, neben der unterhaltsam-bewegenden Tiergeschichte noch weitere Deutungsmöglichkeiten. Für Leser, die außergewöhnliche Bücher mögen." (Beatrix Szolvik EKZ .Bibliotheksservice April 2014)


„Das Phänomen der Fremdheit wird auch im neuesten Yoko Tawada-Werk thematisiert… Knut stammt in den Köpfen der anderen als Eisbär ganz klar vom Nordpol – auch wenn selbst seine Vorfahrinnen den Nordpol nie zu Gesicht bekommen haben.

 

Daher bietet „Etüden im Schnee“ eine enorm vielschichtige Bandbreite an Deutungsmöglichkeiten, die jeder Leser für sich aushandeln kann. Yoko Tawadas Roman hält, was er verspricht: Man möchte den „Etüden im Schnee“ immer weiter lauschen und von ihnen bezaubert werden.“ (Birke Probst,japanische-literatur.blogspot.de)


Als Rezensentin droht man wieder in Gehege zu sperren, was Tawada gerade aus dem Gitternetz unserer Sprache befreit hat. Das aber wäre grundfalsch bei dieser Autorin und auch bei diesem Buch, das die einen vielleicht als überdrehte Persiflage wahrnehmen, die anderen als poetische Etüde über die Freiheit, zu gehen wohin man will. Beides hat seine Berechtigung. In der einen wie der anderen Variante wird der Eisbär zu einem mythischen Wesen, das keine Grenzen kennt und am Ende über seinen menschlichen Pfleger sagt:

 

Aber ich verehrte Matthias dafür, dass er ein Lebewesen wie mich, das gar keine Ähnlichkeit mit ihm hatte, gestillt und versorgt hatte. Der Wolf sorgte nur für die Vergrößerung der eigenen Familie. Matthias hingegen blickte in die Ferne, bis zum Nordpol.

 

 (WDR3 Mosaik, Passagen, 23.04.2014)